«Willkommen bei der ZKB»

Wie macht man eine nahe Bank für seine Kunden noch näher? Indem man die Menschen direkt abholt, zur Not auch schon am Bahngleis, wie 1998 geschehen. Und dafür mussten sich alle Mitarbeitenden richtig warm anziehen.

Im Januar 1998 wurde die grosse Werbekampagne «Willkommen bei der ZKB» lanciert. Aktueller Anlass dazu war der Zusammenschluss der Schweizerischen Bankgesellschaft mit dem Schweizerischen Bankverein zur UBS. Ziel der Kampagne war es, die Zürcher Kantonalbank im Zürcher Wirtschaftsraum verstärkt als professionelle Universalbank zu profilieren und neue Kunden zu gewinnen. «Die ‹nahe Bank› hat sich entschlossen, zur ‹noch näheren Bank› zu werden», hiess es zur Taktik in der Personalzeitung. Während rund einer Woche standen die Mitarbeitenden der Kantonalbank – ausgerüstet mit Daunenjacke und Schirmmütze – an Bahnhöfen und verteilten über 60’000 Welcome-Packages und Karten mit der Erklärung «Ja, ich will zur ZKB wechseln. Mit null Aufwand.» Unter den Neukunden wurde eine Verlosung von 50’000 Franken durchgeführt «inklusive einer Vermögensberatung». Zielpublikum waren die Pendlerinnen und Pendler: Die Werbekampagne fand an den 34 wichtigsten Bahnhöfen des Wirtschaftsraums Zürich zu den Hauptfrequenzzeiten von 6.30 bis 9.00 Uhr und von 16.00 bis 19.00 Uhr statt.

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Der Fotograf Dominique Meienberg dokumentierte die Bahnhofsaktionen mit künstlerischem Flair und hielt damit ein bedeutendes Charakteristikum der Stadt Zürich fest: ihre Pendlerinnen und Pendler.

Aktion schweisst zusammen

Erstmals setzte die Bank in grösserem Ausmass auf eine integrierte Marketingkampagne mit Schaufensterklebern, Plakaten, Inseraten und Buttons. Die Aktion entfaltete eine grosse Wirkung und gewann sogar die Marketing Trophy, den jährlich verliehenen Oscar der Schweizer Marketingwelt. Zeitzeuge Rolf Rufer fasste zusammen, was die Kampagne unter den Mitarbeitenden auslöste: «Diese Aktion hat die Bank zusammengeschweisst, kleinere Filialen waren partiell geschlossen und Mitarbeitende und Chefs standen gemeinsam für ihre Bank ein.» Catherine Scheitlin ergänzt: «Es war einzigartig, alle Mitarbeitenden inklusive Vorgesetzte machten mit und standen zu 100 Prozent dahinter. Es war ein grossartiger Erfolg!»

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