Zürcher Kantonalbank goes Internet

1995 war die Zürcher Kantonalbank die erste grosse Schweizer Bank mit einer eigenen Website. Und weil irrtümlich die Domain www.zbk.ch bekanntgemacht wurde, kaufte die Bank diese kurzerhand.

Die erste Website der Bank ging im Oktober 1995 online. Eine erste Erweiterung der präsentierten Inhalte fand im Sommer 1996 statt. Stolz berichteten die Verantwortlichen im August in der Bankratssitzung: «Ab 15. Juli 1996 ist auch der Stellenanzeiger Gesamtbank im Internet integriert. Im Durchschnitt verzeichnet die ZKB-Homepage ca. 1000 Kontakte pro Tag, wobei wir seit 17. Juni zwischen 10 und 20 Mails pro Tag mit konkreten Anfragen erhalten.»

OnBa – so hiess das Onlinebanking

Was noch fehlte, war ein Angebot zur Abwicklung von Banktransaktionen via Internet. Trotz des Wettlaufs mit den anderen Banken durfte der Sicherheitsaspekt nicht vernachlässigt werden: «Die Swiss Online [Internetprovider] hat für ihr ‹Sicherheitsmodul› einen Vorentscheid getroffen, so dass es Anfang 1997 theoretisch möglich ist, sensible Transaktionen über das Internet abzuwickeln. Die Konkurrenz wie auch die ZKB suchen nach Übergangsvarianten, um möglichst schnell am Markt zu sein. Der Bankverein versuchte ebenfalls, per Mitte Mai ein WWW-Angebot ‹aufzuschalten›. Aufgrund technischer Probleme wurde der Einführungstermin auf unbestimmte Zeit verschoben.» Gemeint war damit das Onlinebanking.

1997 konnte man im Geschäftsbericht zur Verschlüsselung bei der Datenübertragung lesen, dass die von der Bank gewählte Lösung durch Informatikspezialisten der ETH Zürich überprüft und als sehr sicher beurteilt worden war. Damit war der Weg frei zum E-Banking. Und bereits war klar: «Die Zürcher Kantonalbank wird das Online-Angebot weiter optimieren.» Und man skizzierte die weitere Entwicklung: «Schwergewichtig wird 1998 der Börsenkurs-Service erweitert und ein interaktives Angebot für Eigenheimfinanzierungen aufgebaut.» Unzählige weitere Entwicklungsschritte liessen das Onlinebanking und die Informationsvermittlung im Internet immer umfangreicher und komfortabler werden.

Lapsus im Wettlauf zum WWW

Bei all dieser Hektik im Wettlauf um eine möglichst frühe Präsenz im Internet passierte auch ein peinlicher Lapsus. Im Werbeflyer zum neuen digitalen Angebot hiess die abgedruckte Internetadresse «www.zbk.ch». Sollte man die Flyer neu drucken? Nein. Es war billiger, zusätzlich zur richtigen Adresse auch die Domain zbk.ch zu reservieren und eine Umleitung einzurichten. Die fehlerhafte Adresse funktioniert noch heute, weil Buchstabenverdreher kein Hinderungsgrund sein sollten, mit www.zkb.ch in Verbindung zu treten.

Einst erhielt man noch eine CD fürs E-Banking zugestellt: CD-Hüllen von 1998 und 2001.

Website Ende der 199oer Jahre
Website Ende der 1990er Jahre.


Plakat mit Einsteigerangebot für neue E-Banking-Benützer, 1999.


Plakataktion zu den EC-Karten für Jugendliche als Eintrittskarte ins Internet, 1996.

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